Die Antwort auf die «Frage Angstgegner» haben die Bulls gestern mustergültig gegeben. Die Anzeichen vor dem Spiel waren sicherlich nicht optimal. Simon Perdrizat muss sich nach einer Bänderverletzung operieren lassen und fällt für die nächsten 3 Monate verletzt aus. Dann musste sich auch noch Remo Schlapbach krankheitshalber für die Partie in Thun abmelden. Vor Ort haben unsere Jungs jedoch auf alles eine Antwort gehabt, einen Superstart erwischt und das erste Drittel gleich mit 0:3 gewonnen. Was für ein Startdrittel, wagt man zu sagen. Das Torschiessen hat unsere Nummer #81 Mathieu Dousse nach genau 3:37 gespielten Minuten eröffnet mit dem 0:1 im Grabengut auf Pass von Luca Knutti. Für das 0:2 ist dann ein anderer Düdinger zuständig, Antoine Maillard erzielt dieses Tor im Powerplay auf Pass von Pippo Fontana und Jonas Braichet, während der Thuner Sandro Brechbühl wegen Haken auf der Strafbank platznahm. Das 0:3 erzielte dann Gottéron Elite A Junior Gaëten Jobin, mit einer grossartigen individuellen Tempoleistung bei der er die Verteidiger hinter sich liess, der für dieses Spiel ein Aufgebot von Trainer Thomas Zwahlen bekommen hatte. Auch er auf Pass von Luca Knutti. Später nahm Noel Tschanz noch eine kleine 2 min Strafe wegen Halten nach 18:16 aber auch da konnten die Thuner den Anschluss nicht erzielen. So ging es mit einer 0:3 Führung in die erste Pause.

Das Mitteldrittel ist schnell erzählt, da sich beide Mannschaften neutralisiert haben, jedoch mit leichtem Chancenplus für das Heimteam. Einzelne gute Aktionen und zwei kleine Strafen gegen unsere Bullls waren die einzigen Aufreger. Als erster musste Pascal Kohler in der 29. Minute für ein Haken raus in der und die gleiche Strafe bekam dann auch noch Mathieu Dousse nach 37 Minuten. Aber auch bei diesen zwei Strafen haben die Thuner ihren Meister in Bulls-Keeper Christof Von Burg gefunden und konnten nicht reüssieren. Also gingen wir auch nach 40 Minuten in diesem Spiel mit einer 0:3 Führung in die Kabine.

Der Start ins dritte Drittel war dann wieder ganz nach unserem Geschmack. Nach 43:02 konnte Ex-Thuner Yannick Stettler seine neuen Farben mit 0:4 in Führung bringen, das auf Pass von Routinier Pippo Fontana. Dann geschah eine weniger schöne Aktion, die wir so nicht sehen wollen. Pascal Rossel musste für einen Bandencheck an Lars Blanchard unter die Dusche, das heisst 5 min plus SD. Zum Glück hat sich der Bulls-Spieler nicht verletzt. Da auch Ludo Hayoz für übertriebene Härte eine 2 min kassierte hatten die Bulls für den Anfang kein Powerplay. Während dieser Überzahlphase konnten wir die Führung leider nicht aufbauen. Aber die Thuner haben ihre Nerven wieder einmal nicht unter Kontrolle und so bekam Joel Reymondin eine 2 min Strafe wegen Haken. Jedoch genau bei dieser Strafe haben unsere Jungs erwischen lassen. Michael Bärtschi erzielte den Anschlusstreffer per Shorthander. Neuer Spielstand 1:4. Das letzte Powerplay konnten wir auch nicht ausnutzen, als nochmal Joel Reymondin eine 2 Min für einen Crosscheck bekam. Danach war die Sache für unsere Jungs gelaufen und wir konnten diesen Sieg über die Zeit bringen. Offensiv lief es wirklich sehr gut, nur defensiv könnte man (obwohl es nur ein Gegentor gab) auf jeden Fall noch Dinge verbessern. Man muss aber ganz klar festhalten. 6 Punkte nach zwei Spielen? Kaum jemand hätte uns das noch vor 10 Tagen zugetraut.